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Das Haupt der Gemeinde und König von Israel
©Asher Intrater April, 2008

Jeschua (Jesus) ist sowohl das Haupt der internationalen Gemeinde, als auch König der Nation Israel. Er ist aber keineswegs schizophren. Diese zwei Rollen werden schliesslich zu einer werden. Es ist aber für uns schwierig uns Jeschua als beides vorzustellen. (- etwa so schwierig, wie sich Ehud Olmert als Papst vorzustellen, oder Benedikt als Premierminister Israels.)

Trotzdem ist Jeschua beides, und das Geheimnis des Königreiches Gottes entwickelt sich aus dieser zweifältigen Rolle hinaus. Jeschua hat eine zweifach Natur: Sohn Gottes und Sohn Davids.

Römer 1,3-4
Es ist die Botschaft von seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. Als Mensch aus Fleisch und Blut ist er ein Nachkomme König Davids. Durch die Kraft des Heiligen Geistes wurde er von den Toten auferweckt, und so bestätigte Gott ihn als seinen Sohn.

Es ist in dieser perfekten Kombination Seines einerseits göttlich, anderseits menschlich Seins, in der wir Rettung und Hoffnung finden. Einerseits ist Er Gott. Anderseits ist Er ein Jude. Mindestens einer dieser beiden Sätze ist für die meisten Menschen eine Beleidigung. Und doch: diese zweifältige Natur Jeschuas ist von grösster Wichtigkeit sowohl für das Evangelium, als auch für das Königreich.

Der Titel „Christus“ zeigt mehr von Seiner Göttlichkeit, während „Messias“ mehr von seiner davidschen Abstammung reflektiert. In den Evangelien wird Jeschua mehr als König von Israel dargestellt, in den Briefen mehr als das Haupt der Gemeinde. In dieser zweifältigen Natur Jeschuas finden wir auch das Geheimnis der Partnerschaft und Einheit zwischen Israel und der Gemeinde.

Epheser 2,14-15; 3,3-6
Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht …
um die zwei - Frieden stiftend - in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen…
Mir ist durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden, das in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan…
Die Nationen sollen nämlich Miterben und Miteinverleibte sein.

Hier muss man sehen, dass das Geheimnis der Versöhnung von Israel und der Gemeinde IN IHM ist. Es geht nicht einfach nur um Versöhnung zwischen uns. Die Versöhnung von Israel und der Gemeinde muss zuerst in uns stattfinden, wenn wir Seine zweifältige Natur akzeptieren. Es ist die Einheit Seiner Persönlichkeit, die uns Einheit unter einander gibt.

Wir müssen eine Offenbarung erhalten, dass Jeschua das Haupt der Gemeinde ist.

Epheser 1,19-23
…nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird. Und alles hat er seinen Füssen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt .
Zuallererst brauchen wir eine Offenbarung, dass Jeschua lebt, dass Er wirkt, dass Er Seine Arbeit tut zur Rechten des Vaters.
Zweitens müssen wir sehen, dass Er über alle Regierungen und Autoritäten der Erde herrscht.
Drittens wird Seine Herrschaft auf der Erde ausgedehnt auf eine Gruppe von Menschen – dieses unsichtbare Netzwerk aller wahren, wiedergeborenen, Geist erfüllten Gläubigen auf der Welt.
Jeschua ist das Haupt dieser Gruppe, das Haupt der Gemeinde. Die Gemeinde sollte die Stellvertretung Seiner geistlichen Autorität auf der Erde sein. Wir sollten eigentlich das Gefäss sein, durch welches Jeschua diese Welt regiert.

Solange wir Jeschua nicht als Haupt der Gemeinde betrachten, werden wir nicht fähig sein, die Gemeinde als herrschende Instanz auf der Welt zu sehen. Wir sind die Mediatoren von Jeschuas Autorität aus dem Himmel auf der Erde.

Anderseits ist Jeschua der König von Israel.

Johannes 19,19-22
Pilatus schrieb aber auch eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazoräer, der König der Juden.
Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; und es war geschrieben auf hebräisch, griechisch und lateinisch.
Die Hohnpriester der Juden sagten nun zu Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern dass jener gesagt hat: Ich bin König der Juden.
Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.

Gott hat König David die Herrschaft über diese Welt versprochen und Er hat gesagt, dass Davids Sohn der Messias sein würde. (2 Samuel 7,12-16; Psalm 89,19-29; Matthäus 1,1-2:12; Lukas 1,31-33).

Solange wir Jeschua nicht als König von Israel betrachten, werden wir nicht fähig sein das Schicksal und die Autorität Israels zu verstehen. Israels Regierung wird schliesslich die Weltherrschaft übernehmen und das Instrument von Jeschuas Herrschaft auf dieser Erde im Tausendjährigen Reich sein.

Das tönt wie ein Widerspruch. Wer wird jetzt herrschen – Israel oder die Gemeinde? Die Antwort lautet: „Beide.“ Gemäss Römer 11 werden alle verschiedenen Äste des christlichen Leibes eingepfropft in den Ölbaum Israels und so werden sie ein Teil von Israel. Gleichzeitig heisst es aber auch: „Ganz Israel wird gerettet werden“, so wird Israel ein Teil der Gemeinde.

Die Juden sind die Kinder Israels, während die Gemeinde das  ganze Haus Israels darstellt (Hesekiel 37,16). Die Gemeinde wird ein Teil der Nationengemeinschaft Israel (Epheser 2,12). Dann wird Sein Königreich nicht aufgeteilt sein auf Israel und die Gemeinde, sondern das Königreich wird eins sein und Sein Name eins (Hesekiel 37,22).

Sacharja 14,9
Und der HERR wird König sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der HERR nur einer sein und sein Name nur einer.

Christen wissen nicht, dass in jüdischen Synagogen jeder Gottesdienst, dreimal pro Tag, mit diesem Vers im „Aleinu“ Gebet endet. Juden wissen nicht, dass dieser Vers sich auf die Nation Israel und die internationale Gemeinde in Jeschuas Königreich bezieht.


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