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Tut Busse, glaubt und empfangt Man kann die allgemeine Botschaft der Bibel in drei grundlegende Botschaften unterteilen. Die erste Stufe ist die verdichtete Botschaft aller Propheten der Hebräischen Bibel (Tanach), diese könnte man zusammenfassen mit der Aufforderung „tut Busse“. Dies war auch die Botschaft von Jochanan (Johannes der Täufer), welchen man als den letzten alttestamentlichen Propheten, die dem Messias voraus gehen, betrachten könnte. Matthäus 3,2 Diese Botschaft lässt vermuten, dass ein Tag des Gerichts kommen wird, an welchem die Menschen für gute Taten belohnt und für schlechte bestraft werden. Deshalb müssen wir Busse tun, das heisst eine Entscheidung treffen, anstatt Schlechtem zukünftig Gutes zu tun und um Vergebung zu bitten, bevor dieser Gerichtstag kommt. Dies ist die einzig logische Folge für Wesen mit einem freien Willen, die gesündigt haben und vor einem gerechten Gott Rede und Antwort stehen müssen. Die zweite Stufe hat zu tun mit der frohen Botschaft Gottes, dass Er uns den Messias gesandt hat, um denen Vergebung anzubieten, die für ihre Sünden Busse getan haben. Dies ist Gottes gnädige und nachvollziehbare Reaktion für diejenigen, die um Vergebung bitten. Natürlich müssen wir diese frohe Botschaft glauben um sie empfangen zu können (und im selben Schritt an Denjenigen glauben, der kam um uns diese Gnade anzubieten). Wir müssen also an den Messias und an Sein Angebot der Vergebung „glauben“. Markus 1,15 Jeschuas „Evangelium“, oder „Gute Nachricht“ war das Angebot der Vergebung der Sünde, diese kam zusätzlich zur Botschaft der Propheten Busse zu tun. Jeschua erklärte die Propheten nicht für „ungültig“, sondern er erweiterte ihre Botschaft um eine Stufe. Er kam um hinzuzufügen, nicht um wegzunehmen. Trotz dem Angebot der Vergebung besteht noch immer die Notwendigkeit Busse zu tun. Ja, die Vergebung bestätigt sogar die Notwendigkeit der Busse. Somit führt die Busse zu einem guten Ende. Da Vergebung nur auf der Basis des stellvertretenden Opfers des Messias am Kreuz möglich wurde, müssen wir an Jeschuas Tod und Auferstehung glauben, damit wir die Vergebung empfangen können, die damit einhergeht. Nachdem wir Busse tun, können wir Vergebung empfangen. Nachdem uns vergeben wurde, können wir mit dem Heiligen Geist gefüllt werden. Busse entleert uns. Vergebung reinigt uns. Den Heiligen Geist zu empfangen füllt uns. Das ist die dritte Stufe der biblischen Botschaft. Apg 2,38 Dieser Vers aus der Schawuotpredigt (Pfingsten) des Simon (Petrus) ist eine sehr gute Zusammenfassung dieser drei Stufen. Wir könnten sie also auflisten als 1. Tut Busse, 2. Glaubt, 3. Empfangt. Oder in anderen Worten: 1. Busse für die Sünde, 2. Glauben an den Messias, 3. Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Gott möchte, dass wir alle diese drei Botschaften annehmen und in unserem Leben anwenden. Aber, da es freien Willen braucht, um zu empfangen, ist es auch möglich nur einzelnen davon anzuwenden. Ich werde an dieser Stelle etwas übertreiben um dies zu erläutern. Mathematisch gibt es acht Möglichkeiten, welche Elemente jemand empfangen kann. Wir könnten sie folgendermassen aufführen: 1,2,3; 1,2,x; 1,x,3; x,2,3; 1,x,x; x,2,x; x,x,3; x,x,x. Alle diese Möglichkeiten gibt es im Leben und in biblischen Beispielen. Kann jemand Busse tun, ohne an Jeschua zu glauben? Zumindest teilweise funktioniert das. Viele der Menschen aus dem Alten Testament würden in diese Kategorie gehören, genau so wie Teile der „nicht-evangelikalen“ Christenheit. Es gibt auch Systeme von „moralischen Verhaltensweisen“ in anderen Philosophien. Die Bibel sagt uns sogar, dass ein menschliches Wesen mit einem moralischen Gewissen die Fähigkeit und sogar Verpflichtung hat Busse zu tun, wenn er oder sie die natürliche Schöpfung betrachtet (Römer 1 und 2). Kann jemand an Jeschua glauben, ohne Busse zu tun? Es tut mir sehr leid zu sagen, dass ein erstaunlich grosser Teil der so genannten Christen genau das tun. Ihre Theologie löst den Glauben an Jeschua los von der moralischen Busse. Das ist eine tragische Eigenschaft, denn sie macht bei der Mehrheit der muslimischen und asiatischen Bevölkerung den Eindruck, dass das Christentum ein Überdeckchen für Unmoral bietet. Kann jemand an Jeschua glauben und das Angebot der Erfüllung mit dem Heiligen Geist ablehnen? Die Antwort darauf findet man, wenn man die Verbitterung und Verfolgung einiger „Fundamentalisten“ gegenüber den „Charismatikern“ sieht. Auf der anderen Seite erklären viele Charismatiker ihren Glauben an Jeschua und die Gaben des Heiligen Geistes, während sie einfach den Schritt der moralischen Busse „ausgelassen“ haben. Jeschua sagte, dass diejenigen, welche Dämonen austreiben und Ihn „Herr, Herr“ nennen, aber Seinen Geboten nicht gehorchen, in Gefahr seien für die Ewigkeit verdammt zu sein (Matthäus 7,21). Er sagte aber auch, dass die Sünde gegen das Werk des Heiligen Geistes, selbst wenn man Dämonen austreibt, nicht vergeben werden könne (Matthäus 12,31). Ja, der Glaube an Jeschua als Messias ist die zentrale Botschaft der Bibel. Aber die Busse für die Sünde ist die Voraussetzung dieses Glaubens und die Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist seine direkte Folge. Jeschua ruft uns sowohl zu Busse auf, als auch mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. Lasst uns auch dies in der richtigen Ordnung betrachten. Die logische Biblische Reihenfolge wäre: 1. Tue Busse, 2. Glaube an den Messias, 3. Werde erfüllt mit dem Heiligen Geist. Viele Menschen haben diese Elemente jedoch nicht in dieser Reihenfolge, oder nicht komplett empfangen. Hier sind alle mathematisch möglichen Abläufe (sowohl von Inhalt als auch von Ordnung): 1-2-3, oder 1-3-2, oder 2-3-1, oder 2-1-3, oder 3-1-2, oder 3-2-1, oder 1-2, oder 1-3, oder 2-1, oder 2-3, oder 3-1, oder 3-2, oder 1-, oder 2-, oder 3-. Die Biblische Botschaft auf drei zentrale Aussagen zu verdichten ist in der Regel eine Übervereinfachung. Das Aufteilen der Möglichkeiten in ein mathematisches Muster ist eher „analytisch“, als geistlich. Diese Modelle sind aber einfach Instrumente um unser geistliches Leben auf objektive Art und Weise auszuwerten. Lasst uns einige Beispiele in der Apostelgeschichte anschauen. In Apostelgeschichte 2 sehen wir die 120, die sich im Obergemach befinden, sie haben schon Busse getan und sie glauben an den Messias. Sie hatten also Nummern 1 und 2, dann kam 3, als das Feuer des Heiligen Geistes auf sie kam. Die Menge draussen ging von 0 zu 1 zu 2 zu 3, alle gemeinsam in dieser Reihenfolge am gleichen Tag. (Man könnte auch von Jeschua sagen, dass Er am Tag Seiner Taufe, als der Heilige Geist in Form einer Taube auf Ihn kam von 1 zu 2 zu 3 ging, obwohl Er der einzige Mensch ist, der nicht Busse tun musste für Seine Sünden.) Die Gruppe von Gläubigen in Samaria (Apg 8) hatte bereits Busse getan und sie glaubten an Jeschua, aber sie hatten noch nie vom Heiligen Geist gehört. Die Apostel kamen zu ihnen und halfen ihnen zu Nummer 3 zu kommen, da sie Nummern 1 und 2 bereits hatten. Da war auch Simon der Zauberer. Bei der Versammlung von Philippus, dem Evangelisten, kam er zum Glauben. Bei der Versammlung von Petrus wollte er den Heiligen Geist empfangen. Er wollte von 2 zu 3 gehen ohne Nummer 1 (Busse). Doch Petrus liess ihn nicht. Hätte Petrus das zugelassen, so wäre Simon ein christlich-charismatischer Zauberer geworden (Gefahr!!!). In Apostelgeschichte 10 lesen wir von Cornelius Gruppe, die bereits Busse getan hatte für ihre Sünden. Als Petrus anfing zu predigen, empfingen sie den Heiligen Geist. Die Jüdischen Gläubigen waren darauf hin empört über die Tatsache, dass diese „Heiden“ den Geist in der falschen Reihenfolge empfangen hatten. Sie sprangen von 1 zu 3. So liessen sie sie umgehend im Wasser taufen, um sicher zu gehen, dass sie auch Nummer 2 hatten (Glauben an Jeschua). Apollos wiederum war ein grossartiger Redner, der lediglich die Offenbarung über Nummer 1 hatte. Er demütigte sich aber vor einem einfach Zeltmacherpaar (Aquila und Priszilla) und empfing die Offenbarung von Nummer 2. Dann begann er auch den Glauben an Jeschua zu predigen (Apg 18,24-28). Leider war er nicht mehr in Ephesus, als Sha’ul (Paulus) dort ankam. Sein Dienst als berühmter evangelikaler Bibellehrer hatte Erfolg, aber er hätte bestimmt noch Zeit gehabt für ein wenig „Extra-Offenbarung“ vom exzentrischen, charismatischen, jedoch weniger bekannten Messianisch-Jüdischen Apostel (siehe Apg 19,1 – vielleicht war es der Stolz über den Wachstum seines Dienstes, der Apollos davon abhielt von Paulus zu empfangen, siehe 1 Kor 16,12 – vielleicht verursachte dies das Missverständnis apostolischer Autorität unter den Gläubigen in Griechenland, siehe 2 Kor 11,2). Wir sahen schon mehrere Fälle von Jüdischen Menschen, die vom Heiligen Geist berührt wurden, bevor sie entweder Busse getan, oder an Jeschua geglaubt hatten. Wenn sie dann der übernatürlichen Salbung des Heiligen Geistes folgen, so können diese Menschen Jeschua finden und gerettet werden. Wenn sie das aber nicht tun, so sind sie in Gefahr dem New Age Mystizismus, oder Jüdischer „Kabbala“ anzuhangen. (Madonna war erst gerade für die grossen Feiertage in Israel um eine mystische Erfahrung zu machen.) Die zusammenfassende Frage dieser ganzen Analyse ist: Wo stehen wir? Haben wir uns gedemütigt um das zu empfangen, was die prophetische Botschaft der Bibel wirklich für uns enthält? Bringen wir theologische Entschuldigungen? Deckt religiöse Tradition unseren Mangel an geistlicher Realität? Gab es moralische Veränderung in unserem Leben? Leben wir in der echten Kraft des Heiligen Geistes? Oder täuschen wir sie nur vor (2 Tim 3,1-5)? Diejenigen von uns, die Lehrer des Wortes sind, müssen wieder neu den Inhalt dessen überprüfen, was sie lehren. Setzen wir unseren Schwerpunkt auf diese Hauptthemen der Bibel, oder entwickeln wir die Theologie unserer Gruppe oder Bewegung? Machen wir Nebensachen wichtiger als die Hauptsache? Sind wir schon so weiterentwickelt in unserer Lehre, dass diese einfachen, aber grundlegenden Inhalte uns nicht mehr wichtig erscheinen (2 Kor 11,3)? Lasst uns Busse tun für unsere Sünde, unser Leben der Nachfolge Jeschuas ganz widmen und in Sensibilität für das Wirken des Heiligen Geistes leben. Lasst uns die Botschaft der Bibel auf direkte und unverblümt Art und Weise predigen, so wie es die Propheten und Apostel vor uns gemacht haben. Zurück zu den Artikeln des Jahres 2004 Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen. |