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Geistige Gesundheit und Entwicklung © Asher Intrater, Dezember 2001 Es erstaunt mich immer wieder, dass selbst Jeschua nicht getauft und für Seinen Dienst gesalbt wurde bevor Er dreissig Jahre alt war. Das heisst, dass sogar der perfekteste Mensch, der je gelebt hat, mit den idealen Eltern, einen Prozess von dreissig Jahren nötig hatte, um geistig zu wachsen und sich zu entwickeln, bevor Er bereit war in die übernatürliche Kraft Seines Dienstes einzusteigen. Ebenfalls überrascht es mich zu sehen, wie viele Menschen, die extrem geistlich sind, am Ende aber versagen, nicht weil sie nicht geistlich genug gewesen wären oder wegen Sünde, sondern einfach wegen seelischen Problemen und Unsicherheiten. Als geistliche Menschen unterschätzen wir häufig die Wichtigkeit von geistiger Gesundheit als ein Teil unseres gesamten, geistlichen Wohlbefindens. Gott schuf uns als Wesen mit drei Teilen: Geist, Seele und Körper. Während der Geist wichtiger ist als die Seele und die Seele wichtiger als der Körper, sind die drei doch miteinander verbunden und hängen von einander ab. Die Seele ist so eine Art Behälter für den Geist. Wenn die Seele angeschlagen ist, so haben wir ein geistliches Problem. Sie haben sich Zisternen gegraben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten! (Jeremia 2,13) Bei der Betrachtung von Jeschuas Kindheit, sehen wir mehrere Entwicklungsbereiche der Seele, die für jeden von uns wichtig sind. 1. Körper: Gesundheit und Hygiene Markus 5,15 Bevor Jeschua die Legion von Dämonen aus diesem Mann ausgetrieben hatte, wanderte er in schlaflosen Nächten durch die Grabstätten, lief nackt herum und verletzte sich selbst mit Steinen. Heute haben wir Legionen von Menschen, die von einer Legion von Dämonen körperlich, seelisch und geistlich zerstört werden. Die Kraft des Heiligen Geistes kann Ganzheitlichkeit für Körper und Seele bringen. 2. Schule: Zuhören und Lernen Manchmal, wenn eine seelisch kaputte Person eine geistliche Offenbarung erhält, weiss sie wie sie sprechen kann, doch sie weiss nicht wie sie zuhören kann. Zuhören ist eine seelische Gabe, die geistliche Frucht bringt. Lukas 2,46 Manche der jungen Menschen, die begeistert sind für Erweckung, denken es sei nicht mehr wichtig für sie in der Schule gute Noten zu schreiben. Aber die Schule ist ein Teil der intellektuellen Entwicklung, die Gott den Menschen gegeben hat. Sogar Jeschua hat als Kind den Lehrern zugehört und von ihnen gelernt. 3. Eltern: Unterordnung unter Autorität Obwohl Jeschua der Sohn Gottes war, unterstellte Er sich trotzdem Seinen Eltern, während Er aufwuchs. Lukas 2,51 Jeschua gehorchte den Zehn Geboten, gemäss denen Er Seine Eltern ehren und ihnen gehorsam sein sollte. Obwohl Er der vollkommen gehorsame Sohn des lebendigen Gottes war, entwickelte Er sich als menschliches Kind durch die Unterordnung unter Seine Eltern. Gottes Reich besteht aus vielen Bereichen der Autorität: in der Familie, in der Gemeinde, in der Regierung, am Arbeitsplatz, usw. Ein Teil unserer geistigen Entwicklung ist das Lernen der Unterordnung unter menschliche Autorität. Diese menschliche, geistige Unterordnung führt zu einer grösseren, geistlichen Unterordnung unter Gott selbst. Eine seelisch geschädigte Person weiss vielleicht nicht, wie sie sich ihren Eltern gegenüber zu verhalten hat. Später dann kämpft sie mit einem rebellischen und unabhängigen Geist, obwohl sie den Herrn von ganzem Herzen liebt. Eine seelisch gesunde Person weiss wie die Unterordnung unter menschliche Autorität mit der Nachfolge Gottes im Glauben und im Geist im Gleichgewicht stehen kann. 4. Freunde: Beziehungen zu Menschen Lukas 2,52 Während Jeschua aufwuchs, lernte Er wie Er bei Menschen Gunst erhalten konnte. Trotz der Härte Seiner Botschaften, die manchmal regelrecht beleidigend waren, war Er in Seiner Beziehungsfähigkeit keineswegs gestört. Manche Menschen versuchen ihre seelische Schwäche mit anderen in Beziehung zu treten zu überdecken, indem sie es Wagemut oder Gotteseifer nennen. Aber zu wissen, wie man mit anderen umgeht, mit ihnen spricht, Freundschaften entwickelt und andere Menschen mit Gnade behandelt, ist ein Teil der Grundlagen, die für späteren geistlichen Dienst nötig sind. 5. Arbeit: Geduld und Durchhaltevermögen Manche Menschen bringen sogar geistliche Entschuldigungen für Versagen bei der Arbeit oder die Vermeidung von Arbeit. Aber Jeschua arbeitete als Zimmermann bis Er dreissig Jahre alt war. Der grosse Rabbi (Lehrer) Paulus arbeitet als Zeltmacher. Als Jeschua Jakobus und Johannes zu Jüngern berief, arbeiteten sie zusammen mit ihrem Vater in der Fischerei. Markus 1,19-20 Jeschua sah in Jakobus und Johannes gewisse Stärken in ihrer seelischen Entwicklung, die eine Grundlage für ihre geistliche Berufung bildeten. Sie waren Freunde und Brüder, die wussten, was es hiess zusammenzuarbeiten. Sie arbeiteten verlässlich in einem erfolgreichen Geschäft und hatten sogar Tagelöhner. Sie ordneten sich ihrem Vater unter, nicht nur zu Hause, sondern auch bei der Arbeit. Dasselbe gilt für Simon Petrus und seinen Bruder Andreas. Jeschua berief sie von natürlichen Fischern zu übernatürlichen Fischern. Durch Arbeit entwickeln wir Geduld und Durchhaltevermögen. Diese Charakterzüge entwickeln sich dann später zu Früchten des Geistes. Innere Heilung Wenn wir zu Gott kommen, werden wir von Ihm noch einmal „erzogen“. Die Bibel sagt uns, dass Gott uns extra Gnade und Mitgefühl zeigt, wo unsere leiblichen Eltern versagt haben. (Psalm 27,10) Wir müssen unsere seelische Weiterentwicklung als einen Teil des schöpferischen Prozesses von Gott betrachten. Seelische Gesundheit ist ein Teil der Frucht des Geistes. Unsere Seele hängt mit unserem Geist zusammen. Seelische Heilung ist ein Teil des Erlösungsplanes Gottes. Lasst uns für die Wunderkraft Gottes glauben, die jede seelische Wunde heilt und uns zu ganzen und heiligen Menschen macht. Zurück zu den Artikeln des Jahres 2001 Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen. |